Der Flug nach Incheon

Am 3. Oktober ging es also los. Erstmal von Stuttgart nach Amsterdam und von da aus dann weiter nach Seoul. Sicher mag sich der eine oder andere fragen, warum ein Zwischenstop in Amsterdam. Das hat zwei Gründe, zum einen ging es schneller als ein ICE-Transfer nach Frankfurt, zum anderen war KLM schlicht am günstigsten, was den Preis angeht. Also erstmal mit einer wahnsinnig engen KLM Cityhopper (Fokker 70) im verregneten Stuttgart gestartet. Der Flug war zum Glück nur eine Stunde lang, so dass es sich doch aushalten lies. Nach Frankfurt rissen sogar die Wolken auf, so dass man einen wirklich schönen Blick nach unten hatte. Der Anflug auf Schiphol war etwas abenteuerlich. Man saußt in gefühlten 10m Höhe über Millionen von Gewächshäußern hinweg und fürchtet, demnächst sein feuchtes Grab inmitten von echten Hollandtomaten (TM) zu finden. Der Pilot hat es dann doch irgendwie geschaft, die Landebahn zwischen all den Gewächshäußern zu finden und hat eine butterweiche Landung hingezaubert. Nun gut, ich war schon vorher gewarnt, dass die Cityhopper ganz gern mal am hintersten Ende des Airports abgestellt werden, so auch dieses mal. Es war dann also auch nur eine kleine Busfahrt und der “kurze” Weg von Terminal B nach Terminal F (ich dachte ich muss wieder nach Deutschland laufen, bis ich am Terminal ankommen) zu absolvieren und ich saß im Warteraum für den Flug nach Seoul/Incheon.

Diesmal hatte ich mit dem Sitz nicht nur kein Glück, es kam dann auch noch Pech dazu, kurz und gut, Sitzreihe 39, oder plastisch ausgedrückt, hinteres Drittel der Tragfläche, null Sicht nach unten. Dafür konnte ich aber den Landeklappen und Spoilern 1a bei der Arbeit zuschaun. Platzmässig bot die 747-400 schon etwas mehr aber das relativierte sich dann auch nach ein paar Stunden, zumindest vom Gefühl her. Das On-Board Entertainment war ganz Ok, erst wurde man mit “Madagaskar” beglückt, danach kam “Mr. und Mrs. Smith” und irgendwann um 3 oder 4 Uhr Ortszeit dann noch “Batman Begins”. Nach Madagaskar versuchte ich ein bißchen Schlaf zu kriegen, allerdings war dies ein heilloses Unterfangen, da die räumliche Nähe zu den Triebwerken schon für ein gewisses Lärmniveau sorgte, das jegliche Einschlafbemühungen zu einer harten Aufgabe machte. Also weiter Flime geschaut. Batman war dann doch so öde, dass ich irgendwo über dem Ural einfach die Augen zugemacht und ein paar Stündchen gedöst habe. Dann hatte KLM noch ein besonderes Schmanckerl für die Gäste der Economy-Class in Petto, zum Frühstück gab es eine Pizza-Tasche mit Käse und einem Omelette (wohlgemerkt alles in einem!), das wollte ich mir nun wirklich nicht antun, zum Glück gab es noch einen Erdbeerjoghurt und eingelegte Ananasstücke dazu. Nach etwa 8500km und 9 1/2 Stunden (dank günstiger Winde) sind wir dann in Incheon gelandet. Incheon ist der neue Airport von Seoul und ich muss sagen, der ist echt klasse. Alles sehr übersichtlich, geschmackvoll und edel eingerichtet, freundliches Personal, da könnten sich die anderen Airports meiner Reise eine dicke Scheibe von abschneiden.

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