Erster Arbeitstag

Gestern waren wir noch koreanisch Essen, Samgyeopsal für vier Personen (für alle Nicht-Insider, das ist Schweinebauch auf dem Tisch mit allerlei Beilagen über einer Gasflamme gegrillt und anschleßend in Salat-, Kohl- und sonstwas-Blätter eingewickelt) war echt lecker, aber mit 9000 Won pro Person auch nicht ganz billig. Dazu haben wir uns ein Cass-Beer gegönnt, um mal zu schaun, wie koreanisches Bier denn so ist. Nicht wirklich schlecht, ein bißchen wässrig, aber ganz ok. Insgesamt ist das koreanische Essen echt lecker, manchmal dürfte es etwa weniger Knoblauch sein, aber sonst ist es wirklich schmackhaft. Auch vond er Schärfe her noch zivilisiert, bisher hat eigentlich alles noch nach etwas anderem als nur scharf geschmeckt.

Heute war also mein erster Arbeitstag. Aufstehen hat trotz einiger Probleme beim Einschlafen (Jetlag + Zickaden sind schlecht) doch ganz gut geklappt. Die Arbeit beginnt auch einigermaßen menschenfreundlich um 8.30 Uhr. Die Busfahrt dauert auch nur 10 Minuten und der Bus hält auch direkt vor dem Haus (obwohl da keine Haltestelle ist, aber die Busse halten auch auf Zuruf bzw. Winken an). Tja, dumm nur, dass es noch gar nichts für mich zu tun gab, der Chef ist diese Woche in Urlaub, seine Assistentin auf SAP-Schulung in Deutschland, und keiner weiß, wer mein Betreuer ist. Gibt also erstmal nicht viel zu tun. Immerhin kann ich mich schonmal in die Unterlagen und Dokumentation meines Vorgängers einarbeiten, so dass ich nicht ganz gelangweilt rumsitze.

Mittagessen war ich heute im Lotte-Mart. Das ist ein gigantischer Universal-Markt, in einer Größe, dass man bei uns locker zwei große Einkaufscentren draus machen könnte. Der Carrefour vor meiner Haustür ist ja schon groß, aber dagegen echt ein Witz. Neben Einkäufen aller Art zu erledigen kann man da auch Essen und das sehr günstig. Ich hatte ein Tonkatsu (so in etwa ein japanisches Schnitzel), das neben den üblichen Side-Dishes mit einer großen Nudelsuppe serviert wurde, und das für unter 5 Euro.

Ein koreanischer Kollege kannte sogar Stuttgart, weil er immer Champions-League anschaut, und der VfB ganz toll fand.

Die Arbeitszeiten sind eigentlich auch Ok, um 18 Uhr bin ich gegangen, inkl. der allseits praktizierten ausgiebigen Kaffepause nachmittags ergibt sich also wohl ne 40 Stundenwoche.

So, das solls für heute gewesen sein.

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