Suraksan und Dongdaemun-Markt

Unser Ausflug in den Bukhasan-Park war uns nicht genug und so sind wir (wieder Michael und ich) heute nach Suraksan (ein wenig östlich des Bukhasan-Parks) gefahren um dort zu wandern. Laut Reisführer sei der Aufstieg auf den Suraksan (San heißt übrigens Berg) “relatively easy”… Wir sind erstmal mit der U-Bahn bis nach Danggogae gefahren (2 Stunden) und haben dort in einem kleinen Laden an der Straße was gegessen. Dann begaben wir uns auf die Suche nach dem Weg auf den Suraksan, denn der Reiseführer schwieg sich dazu aus. Wir haben uns ein wenig durchgefragt und sind dann schließlich auf einen kleinen Pfad gekommen, auf dem uns ab und zu ein anderer Wanderer entgegenkam. Kein Vergleich zu den Menschenmassen am Baekundae. Der Weg war auch ganz in Ordnung, ging zwar steil aber machbar bergan. Die Gegend war echt sehr idyllisch, man hatte einen schönen Ausblick in’s Tal. Am Weg war ein kleines buddhistisches Kloster, das sehr schön gestaltet war und einen kleinen Platz zum Rasten anbot.

Kurz danach stießen wir auf den Hauptweg, der auf den Suraksan führte. Plötzlich kamen uns wieder die schon von unserem letzten Ausflug bekannten Menschenmassen entgegen. Es ging auch schon wieder mächtig bergauf, teilweise musste man sich wieder an Seilen hochziehen, da hier der Boden sehr sandig und rutschig war. Wir erreichten dann nach einiger Zeit den Seitengipfel, von dem man einen wunderbaren Blick auf die Bukhasan-Berge und auf Seoul hatte. Nach einer kleinen Pause ging es dann zum eigentlichen Gipfel weiter. Hier wurde der Weg zusehens kriminell, uns fielen teilweise sogar Koreaner entgegen, die auf dem Weg ins Tal waren. Irgendwann kamen wir dann an eine Stelle an der man über eine extrem Steile und glatte Granitfläche weitermusste, und an der der Hilfsseil gebrochen war. Hier war für mich mit meinen Straßenschuhen (leider haben mir die günstigen Wanderschuhe im Carrefour nicht gepasst) dann kein weiterkommen mehr, mir fehlte einfach die Traktion. Also sind wir dann umgekehrt und wieder in’s Tal gegangen, aber auf einem anderen Weg (dem den alle Koreaner nahmen). Dieser führte nach Suraksan (diesmal eine Stadt), von wo wir mit der U-Bahn dann wieder Richtung Seoul aufbrachen, aber nicht ohne uns vorher noch mit Cola und Chips zu stärken (ein wenig westliche Dinge braucht man hin und wieder eben doch).

Da es noch nicht so spät war, entschlossen wir uns, noch kurz auf den Dongdaemun-Markt zu gehen. Der Markt hat seinen Namen vom Dongdaemun (Mun heißt Tor), einem großen Tor, das früher eines der Haupttore der Stadt war. Der Markt selbst ist eigentlich ein ganzes Viertel, laut Reiseführer besteht er aus bis zu 30.000 Läden und Ständen. Hier gibt es alles, was mit Kleidung und Schuhen zu tun hat. Alles ist extrem günstig, vieles ist jedoch für den westlichen Geschmack auch einfach nicht geeignet. Wir sind dann kurz über den Markt geschlendert und haben die Atmosphäre auf uns wirken lassen. Es ist eine unglaubliches Gewimmel in allen Gassen, unglaublich. Die Händler sind aber sehr freundlich und wenig aufdringlich, so dass man auch ganz ungestört über den Markt schlendern kann. Wir haben auch den neu angelegten Cheonggyecheon gesehen, einen kleineren Fluss, der sich seit Anfang Oktober 6km durch Seoul schlängelt und ein bißchen Erholung bieten soll. Nachdem wir einmal quer durch den Markt waren, kamen wir am Dongdaemun-Stadion (bekannt als Fußball- und Baseballstadion) vorbei, das aber sehr hässlich war, von außen eigentlich nur eine Betonmauer mit Flutlichmasten. Wir machten uns dann auf den Heimweg, da wir nun doch sehr geschafft waren.

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