Insadong

Am Samstag bin ich nach Insadong gefahren, um mir das Treiben dort anzuschaun. Insadong ist das Kunst und Antiquitäten-Viertel von Seoul, angeblich sind 40% der Antiquitätenläden Koreas dort versammelt. also ging es mit der U-Bahn bis nach Jongno-3-ga (ja, so heißt die Station). Dort aus der Bahn raus traf mich beinahe der Schlag, mittlerweile ist man es ja von Seoul gewohnt, dass viel Los ist, aber das war die Härte. Man wurde eigentlich mehr geschoben, als dass man ging, sowas habe ich seither nur in London vom Picadilly-Circus gekannt. Bevor es nach Insadong rein geht liegt der Tapgol-Park am Weg, also habe ich mir erst einmal den angesehen. Kaum war man durch das Tor tauchte man in eine andere Welt ein, es war still, friedlich und nicht viel los. Selbst vom Verkehrslärm hörte man druch die Bäume fast nichts mehr. Der Name Tapgol kommt vom Koreanischen Wort für “Pagode”, die Sehenswürdigkeit hier ist eine 10-stöckige Marmorpagode, die leider gerade restauriert wird, und hinter einer Glasfassade ist. Der Park ist den Unabhängigkeitskämpfern des frühen 20. Jahrhunderts gewidmet, die hier zum ersten mal die Unabhängigkeitserklärung von Japan verlesen haben. Deshalb gibt es hier einige Reliefs und Statuen, die daran erinnern. Der Park selbst ist eher klein (vielleicht 200×300m), aber durch die vielen Bäume sehr schön.

Nach einiger Zeit ging ich dann wieder raus aus dem Park und rein nach Insadong. Dort war auch der Bär los, unglaubliche Menschenmengen, und sehr viele Ausländer waren hier unterwegs. Es war wirklich faszinierend die ganzen Läden mit Schnitzereien, Töpferware, Lack- und Papierschachteln usw. zu sehen. Daneben gab es viele Stände, die allerlei Krimskrams wie Armbänder, Ohrhänger und Räucherkerzen verkauften. Zwischen den Läden sind auch sehr viele Kunstgalerien, in denen man moderne koreanische Kunst erwerben kann. Die Preise in Insadong sind aber einigermaßen hoch, nach Schnäppchen als Souvernir muss man lange suchen. Aber die Stimmung dort zu beschreiben ist schwer, ich denke ein paar Bilder sagen da mehr als tausend Worte.

Was bei Gehen durch Jongno auffällt sind die vielen Juwelierläden, fast jedes zweite Geschäft hier verkauft Schmuck. Anscheinend ist hier soetwas wie das Zentrum für Eheringe usw., denn die meisten der Läden verkaufen hauptsächlich Trauringe. Die Krönung it ein Kaufhaus, das ausschließlich kleine Stände mit Ringen usw. beherbergt, davon aber bestimmt an die hundert. Aber solche Dimensionen ist man hier ja fast schon gewohnt, wenn es ums Shopping geht.

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