Elektronik und Tempel

Nachdem ich am Samstag schon in Seoul unterwegs war zog es mich am Sonntag nochmal nach Seoul diesmal aber weniger zum Umherlaufen als mehr zum Anschauen. Ich wollte auf den Yongsan Elektronikmarkt, den wohl größten Markt für Elektronik aller Art auf der Welt. Dort sollen so etwa 7000(!) Geschäfte versammelt sein, die alle Arten von Elektronik verhökern. Also nichts wie hin. Angeblich soll es dort die billigsten Preise geben, aber das stimmt auf keinen Fall, oder zumindest nur nach exzessivem Suchen und Handeln. Die ausgezeichneten Preise dort waren allesamt eher hoch. Durch einiges Feilschen konnte ich zwar einige Preise ganz gut runterhandeln, aber richtig billig waren die Preise dann noch immer nicht. Sie waren es selbst nicht wenn man sie mit denen in Deutschland vergleicht, selbst die koreanischen Produkte waren teilweise sogar teurer als in D, was aber wohl auch mit Marketing zu tun haben kann. Aber dafür wird dort echt unglaubliches Geboten. Neben einem Kaufhaus das dem Technomart sehr ähnlich ist (nur noch mehr Stockwerke) gibt es noch eine ganze Reihe von Gebäuden in denen auch eine Vielzahl von kleinen Ständen sind, die alles was man sich so an Elektronik vorstellen kann verkaufen. Die Geäude sind teilweise durch Passagen miteinander verbunden, so dass man ganz bequem durchgehen kann. Es ist schon wirklich krass wenn man Stockwerkeweise Stände mit Handys oder Digicams sieht. Was hier wirklich der Hit zu sein scheint sind Handys (klar, die Koreaner lieben ihre Handys, fast jeder hat eines, viele sogar zwei, damit sie während sie telefonieren mit dem anderen Kurznachrichten tippen können, kein Witz, schon mehrfach so erlebt), PMPs (Personal Multimedia Player, also tragbare Videoplayer im Format eines IPod oder so) und natürlich MP3 Player. Die Händler sind allerdings teilweise etwas aufdringlich (kennt man hier sonst gar nicht so) und sprechen einen ständig an und wollen einen an ihren Stand locken. Mich als Westler vielleicht noch etwas weniger als die Einheimischen. Naja, ich hab mir dann einige Kleinigkeiten gekauft, die preislich ganz günstig waren, bei denen ich aber auch erstmal feilschen musste, was ganz witzig war, bei meinen noch etwas geringen Koreanischkenntnissen.

Zum Thema Yongsan erzählte mir Andrew dann am Montag, dass der Markt dort früher wirklich günstig war und daher seinen Ruf hat. Mittlerweile würden die Händler den Ruf aber ausnutzen und recht hohe Preise fordern und sich teilweise auch absprechen. Wirklich günstige Preise soll es wohl nur noch im Internet geben… oder wenn man die Internetpreise ausdruckt und die Händler vor Ort dann entsprechend runterhandelt.

Nachdem ich mich dem Technikrausch hingegeben hatte bin ich wieder in die U-Bahn und Richtung Jonggak Station gefahren, weil ich noch zum Jogyesa Tempel wollte. Der soll der größte Tempel Seouls sein und befindet sich direkt in der Nähe des nördlichen Endes von Insadong. Leider war der Tempel gerade von einem Gerüst umgeben, da er wohl renoviert wird, so dass man leider fast nichts von den schön verzierten Fenstern usw. sehen konnte. Und dann versagten mir wegen der Kälte auch noch die Batterien meiner Kamera den Dienst, so dass ich fast keine Fotos des Tempels machen konnte. Nach dem Tempelbesuch bin ich dann noch ein wenig durch einige Läden in der Umgebung gezogen bevor ich mich dann wieder in den Bus gen Bundang setzte.

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