Internationales Neujahr

Ich war sehr faul, was das Bloggen angeht, aber ich war sehr beschäftigt und dann hatte mich nach Neujahr auch noch ein koreanisches Virus in der Mangel… Aber ich hole nach, was seither geschehen ist.

Unser Neujahr hier in Korea war etwas anders als es vermutlich in Deutschland abgelaufen wäre. Aber das (solare) Neujahrsfest hat in Korea fast keine Bedeutung, hier zählt, wie in ganz Asien, das lunare Neujahrsfest, das dieses Jahr Ende Januar beginnen wird. Ein anderer Grund, weshalb mein Neujahr dieses Mal etwas anders war, war die Besetzung in der wir gefeiert haben. Wir sind in einer großen Gruppe aus den verschiedensten Ländern losgezogen: Da wären unsere zwei indischen Kollegen Ajit und Jay zu nennen, Natalie, eine befreundete Kanadierin mit ihren Kollegen Dave aus New York und Don irgendwo aus Kalifornien, unsere Praktikantenkollegen Marco und Tobias aus Daejon mit einem koreanischen Kollegen dabei und natürlich Michael und ich.

So sind wir dann nach Sinchon gefahren und haben uns erstmal bei einem leckeren Abendessen (Bulgogi) für die Nacht gestärkt. Anschließend sind wir in eine der hunderten von Kneipen in Sinchon gegangen und haben dort über alles mögliche gequatscht und Bierchen getrunken. Da die Kneipe etwas langweilig war, sind wir dann noch vor dem Jahreswechsel in eine andere Kneipe umgezogen, die war aber echt der Hammer, was die Größe angieng. Eine so große Kneipe hatte ich zuvor noch nicht gesehen. Dort haben wir dann bei Fruchtsalat und Bier zusammen mit hunderten Koreanern den Jahreswechsel erlebt.

Nachdem wir dort noch eine Weile waren sind wir dann ab nach Hongdae (das Viertel mit den Clubs). Da es aber shcon spät war, war der Weg dhain etwas witzig. Erst wollte ein Taxifahrer von uns für die zwei oder drei Kilometer 20000 Won haben (der spinnt!), dann haben wir aber mitgekriegt, dass wohl noch ein Sonderzug der U-Bahn um 2 Uhr früh fahren sollte, also nichts wie in die U-Bahn. Der Zug fuhr auch, aber er war mehr als gerappelt voll. Das Feeling in dem Zug lässt sich wohl nur noch in Tokio zur Rush-hour nachvollziehen, wenn der Wagon von einem der Pusher auch so richtig gefüllt wurde. Zum Glück war es nur eine Station, so dass wir es alle überlebt haben ;-) In Hongdae gings dann noch ins M2 zum Abtanzen bis in den Morgen und um 6 Uhr früh machten wir uns dann auf den Heimweg.

Alles in allem mal eine etwas andere Art den Silvesterabend zu verbringen, aber auch sehr schön

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