Unterwegs in Gangnam

Nachdem ich mich am Neujahrstag von unserer Neujahrsfeier erholt hatte machte ich mich dann am 2. Januar auf nach Gangnam um mir das Viertel dort mal bei Tag anzuschaun, da ich seither immer nur Abends dort war. Gangnam ist das Geschäftsviertel von Seoul, aber Abends auch ein großes Vergügungsviertel. Die Geschäftsleute gehen also direkt vom Büro in die Bars, wie es aussieht :-). Gangnam zeichnet sich vor allem durch seine große Zahl an Hochhäusern aus, die hier entlang der Hauptstraße Gangnamdae-ro unde um das Viertel in dem das Coex steht verteilt sind. Zuerst bin ich dort in’s Kyobo Book Center gegangen um mir etwas Literatur zu kaufen. Das Kyobo Book Center in Gangnam ist in etwa so groß wie das am Gwangwhamun und ebenfalls in einem der Kyobo Hochhäuser (Kyobo ist eigentlich eine Versicherung) zu finden. Der Laden bietet einen ganz netten Service, man kann an der Information eine kostenlose Kundenkarte machen lassen, mit der man zwischen 10 und 20% Nachlass auf alle Bücher bekommen kann. Entlang der Hauptstraße finden sich allerlei Läden bekannter Marken, diverse Kinos und Cafés. Ganz witzig ist es, wenn man von der Hauptstraße weg in eine Seitenstraße geht, denn direkt hinter den Hochhäusern finden sich hunderte von Bars etc., dort sieht es so ähnlich aus wie in Sinchon oder Hongik. Der Kontrast, den man da innerhalb von zwanzig Metern erleben kann ist schon faszinierend.

Nachdem ich mir die Architektur entlang der Gangnamdae-ro genügend angeschaut hatte fuhr ich mit der U-Bahn zum Coex (auch in Gangnam, aber 2 oder 3km entfernt) um mich dort mal genauer umzuschaun. Hier befindet sich das World Trade Center Seoul, ein Komplex zu dem auch das Coex gehört. Die Gegend hier nennt sich Teheran Valley. Der Name ist eine Anlehnung an das Silicon Valley und rührt daher, dass dort die IT-Industrie Koreas angesiedelt ist und das Ganze sich um die Teheran-ro, eine der Hauptstraßen, abspielt. Dort finden sich auch eine Reihe von Hochhäusern, die ziemlich beeindruckend sind. Sehr witzig war auch, dass es vor der Coex Mall (einer riesigen Einkaufspassage, in der meinem Eindruck nach hauptsächlich Damen-Kleidung und Schönheitsprodukte verkauft werden) eine Outdoor Eislauffläche war. Das witzige daran war, dass die meisten Leute auf dem Eis Sturzhelme trugen, was doch etwas verwundert, wenn man die wagemutigen Koreaner beim Hiking kennt. Nachdem ich dann noch durch die Coex-Mall geschlendert bin, habe ich mich auf den Weg nach Hause gemacht, wo ich dann auch prompt von einem Virus niedergestreckt wurde.

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